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Regulierung der Crowdfunding-Branche

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Ein Jahr nach dem Inkrafttreten des Kleinanlegerschutzgesetzes haben wir gemeinsam mit einigen der führenden Crowdfunding bzw. Crowdinvesting Plattformen in Deutschland wie Companisto, Seedmatch, Bergfürst, Exporo und Zinsland eine erste Bilanz gezogen. Auf Crowdfunding.de findet ihr die Statements der jeweiligen Geschäftsführer der Plattformen. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Branche den Verbraucherschutz sehr begrüßt, aber auch immer wieder die gleichen Schwächen des Gesetzes formuliert: bevormundende Obergrenzen, kontraproduktive Beschränkung auf Nachrangdarlehen und wachstumshemmende Regelungen.

Bleibt zu hoffen, dass die anstehende Evaluierung des Gesetzes einige positive Veränderungen anstößt!

 

Unser neuer Prüfingenieur und Projektmanager

Namaste, bettervest-Community!

My name is Rohit Sen and I come from New Delhi, India. I will be joining the bettervest team as Prüfingenieur and Projektmanager from July 2016.

I am a Mechanical Engineer (Kurukshetra University, India, 2007) specializing in Renewable Energy (MSc., University of Dundee, Scotland, 2011). I have been professionally active in the area of clean and sustainable energy development projects over a period of four years. In this time, I had the opportunity to work with many dynamic and inspiring professional colleagues from Scotland, India and Germany.

Most of the time, I have been working on research, project development and the implementation of sustainable energy projects. Thus, I am aware of how important the role of financial funding for such projects is, with respect to various national and global goals and initiatives on energy efficiency, environmental preservation, climate change, etc. Therefore, when I came across bettervest and their unique business model of generating funds for energy efficiency and sustainable development projects in Germany and abroad via crowdfunding, it instantly piqued my interest.

At bettervest, working with a young and dynamic team, working for the betterment of humanity, I would like to make use of my know-how and at the same time learn new things every day.

 

“Be the change that you wish to see in the world.”

― Mahatma Gandhi

Rohit Sen_Profile pic

Neue Projektkategorie: Blue Planet

 

Da wir mit dem Start unseres nächsten Projektes „Finanzierung der Produktionserweiterung einer Kaffee-Brikett Fabrik in Äthiopien“ eine neue Projektkategorie etablieren, möchten wir euch kurz die Hintergründe dazu in einem Blogpost erläutern.

Hinter zukünftigen „Blue Planet-Projekten“ stecken Geschäftsmodelle, die ökologisch und ökonomisch nachhaltig sind, die aber nicht in die Kategorie der klassischen Finanzierung von Energieeffizienz-Projekten gehören.
Dennoch ist das Ziel solcher Projekte ebenfalls, die Erzeugung von Emissionen, Abfällen oder die Verschwendung von Ressourcen zu vermeiden und dieses ökologisch nachhaltige Konzept auch wirtschaftlich lohnend zu gestalten.
In unserem aktuellen Blue Planet Pilotprojekt der African Briquet Factory werden beispielsweise Briketts aus Kaffee-Abfällen hergestellt. Das zeigt eine Alternative zur Abholzung von Tier-und Lebensräumen auf und schließt den Produktionskreislauf, da aus Abfällen ein neues Produkt hergestellt werden kann. Neben dem positiven Effekt der geringeren Umweltbelastung werden so auch Arbeitsplätze in Äthiopien geschaffen.

Blue Planet Projekt

Optisch ist die neue Projektkategorie am blauen Schattenwurf und dem Zusatz „Blue Planet Projekt“ erkennbar.

Die Idee zu der neuen Projekt-Kategorie ist aus einem gemeinsamen Treffen zwischen Ashok Khosla und Marilyn Heib entstanden. Ashok Khosla ist der Gründer von „Development Alternatives“ und hat den alternativen Friedensnobelpreis gewonnen. Er verfolgt das Ziel Arbeitsplätze für benachteiligte Bevölkerungsgruppen in Indien zu schaffen, die nachhaltig sind und außerdem die Umwelt schützen.

Nachdem Marilyn sich mit ihm getroffen hat, hat sich herausgestellt, dass die Finanzierung von Energieprojekten in Indien aktuell nicht das größte Problem darstellt, sondern es vor allem schwierig ist für viele andere Formen von nachhaltigen Unternehmenskonzepten Investoren zu finden.

Wir bleiben unserem Motto treu: nachhaltig • effizient • rentabel

Da es uns im bettervest-Team nicht nur darum geht das Klima zu schützen, sondern auch andere nachhaltige und soziale Initiativen voranzutreiben, werden wir uns zukünftig mit „Blue Planet“ auch anderen Projekten widmen, solange die folgenden Kriterien erfüllt sind:

  • Eindeutig messbare CO2-Einsparung
  • Das Unternehmen sollte schon so lange erfolgreich bestehen, sodass mindestens zwei Jahresbilanzen vorliegen
  • Das Konzept sollte leicht verständlich sein und (soweit notwendig) simple Technologie einsetzen
  • Summe bis maximal 300.000 Euro
  • zusätzliche Entwicklungshilfe- bzw. positive soziale Aspekte liefern

Ein maßgeblicher Unterschied im Vergleich zu unseren Energieeffizienz-Projekten besteht darin, dass nicht mehr nur eine rein energetische Maßnahme des Projektinhabers finanziert wird, die sich aus den erzielten Einsparungen/Einnahmen heraus selbst ökonomisch trägt. Stattdessen werden auch gänzlich andere für des Gesamtvorhabens notwendigen Positionen finanziert, die letztlich dazu beitragen sollen Mehreinnahmen auf nachhaltige Weise zu erwirtschaften und eine Rückführung der Darlehen zu ermöglichen.

In den Blue Planet Projekten wird es also neben einem Gutachten zum sozialen und ökologischen Impact des Vorhabens, immer auch einen Businessplan geben, der die geplanten Erweiterungen, Optimierungen und Veränderungen der Betriebsabläufe darstellt. Der Zinssatz liegt außerdem vergleichsweise höher als bei den anderen Projekten, um dem mit solchen Planungen verbundenem höheren Risiko Rechnung zu tragen.

Definitiv bleiben wir mit den Blue Planet Projekten immer unserem Ziel treu, einen nachhaltigen Beitrag für Umwelt und Gesellschaft zu leisten, von dem wir alle langfristig profitieren. Wir starten nun mit diesem Blue Planet Pilotprojekt, das neben der möglichen jährlichen Einsparung von unglaublichen 3.600 Tonnen CO2 bis zu 15 zusätzliche Arbeitsplätze schafft. Das heißt wir sparen mit der Umsetzung dieses Projektes jährlich mehr CO2 ein, als mit allen anderen bettervest-Projekten zusammen.

Hier geht es direkt zum Projekt: https://www.bettervest.com/projekt/Bricketproduktion-ASIF-Aethiopien
Du hast auch eine Idee für ein Blue Economy Projekt? Dann melde ein Projekt hier an und erhalte eine Energiedetektiv-Provision bei erfolgreichem Zustandekommen: https://www.bettervest.com/projekte/neues-projekt

Die Energie(wende)Agentur NRW stellt sich vor

Die EnergieAgentur.NRW arbeitet im Auftrag der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen als operative Plattform mit breiter Kompetenz im Energiebereich: von der Energieforschung, technischen Entwicklung, Demonstration und Markteinführung über die Energieberatung bis hin zur beruflichen Weiterbildung. In Zeiten hoher Energiepreise gilt es mehr denn je, die Entwicklung von innovativen Energietechnologien in NRW zu forcieren und von neutraler Seite Wege aufzuzeigen, wie Unternehmen, Kommunen und Privatleute ökonomischer mit Energie umgehen oder erneuerbare Energien sinnvoll einsetzen können.

Regionale Kapitalgeber gewinnen zunehmend an Bedeutung

Dabei spielt auch immer mehr die Art des Geschäftsmodells, insbesondere die Finanzierung, eine wesentliche Rolle. Die ambitionierten energie- und klimapolitischen Ziele in Deutschland und Nordrhein-Westfalen verlangen nach hohen Investitionen. Investiert wird in Anlagen zur nachhaltigen Energieerzeugung, Gebäude mit effizienter Energieversorgung, neue ressourcenschonende Kraftwerke, leistungsstarke Energiespeicher sowie in Übertragungs- und Verteilnetze. Ein Teil dieser Investitionen kann nicht allein von den traditionellen energiewirtschaftlichen Akteuren wie Energieversorgungsunternehmen erbracht werden. Investitionen in dezentrale Strukturen mit einer Vielzahl heterogener Investoren mit unterschiedlichen Interessen, einem unterschiedlichen Grad der Professionalisierung und einem unterschiedlichen Zugang zu den Kapitalmärkten spielen eine immer größere Rolle. Privatwirtschaftliche regionale Kapitalgeber wie Bürgerinnen und Bürger, landwirtschaftliche Betriebe oder Unternehmen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Das hat auch die positive Folge, dass die Wertschöpfung der Investitionen zum großen Teil in der Region bleibt.

Mehr Energieeffizienz durch Contracting – ein attraktives Gesamtpaket!

Ein bewährtes Modell bei der Projektumsetzung ist das Thema Contracting. Dies ermöglicht eine wirtschaftliche und umweltgerechte Sanierung, ohne eigene Investitionen tätigen zu müssen. Hierbei handelt es sich um ein Outsourcing auf Zeit von Aufgaben und Risiken der Nutzenergiebereitstellung oder -lieferung auf ein hierauf spezialisiertes Unternehmen. Im Mittelpunkt steht die Idee, eine Modernisierung und Optimierung von Energieerzeugungs- und -verteilungsanlagen in Gebäuden oder Liegenschaften ohne Einsatz eigener Geldmittel zu ermöglichen. Contracting ist ein Oberbegriff für verschiedene Arten von Energiedienstleistungen. Ein Contractor bündelt die Teilleistungen zu einem attraktiven Gesamtpaket:

  • Planung
  • Finanzierung
  • Bau
  • Betrieb
  • Instandhaltung

Die Zahl der Schnittstellen und Ansprechpartner wird für den Immobilieneigentümer auf diese Weise erheblich reduziert. Der Contractor übernimmt zudem – ganz oder teilweise – die Verantwortung und die damit verbundenen wirtschaftlichen Risiken für den an ihn übertragenen Teil der Energiebewirtschaftung des Kundenobjektes.

 

Vier Formen von Contracting im Vergleich

Seit Bekanntwerden des Begriffs Contracting gab und gibt es immer wieder Verwirrung aufgrund der verwendeten Begriffsvielfalt. Klarheit – zumindest für Experten − hat erst die seit Ende 2003 veröffentlichte DIN 8930 Teil 5 Contracting gebracht.
Die Norm definiert vier verschiedene Contracting-VariantenEnergieliefer-ContractingFinanzierungs-Contractingtechnisches Anlagenmanagement und Energiespar-Contracting in ihren Reinformen.

  1. Energieliefer-Contracting
    → Energieliefer-Contracting ­oder Anlagen-Contracting ­ ist die am weitesten am Markt verbreitete Variante. Anwendungsschwerpunkt ist die Erneuerung bzw. Erstinstallation von Anlagen im Bereich der Energiezentralen. Der Contractor übernimmt ­ je nach gewünschtem Leistungsumfang Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Instandhaltung sowie zumeist den Brennstoffbezug. Übliche Vertragslaufzeiten umfassen 10 bis 15 Jahre. Als fertiges Produkt liefert der Contractor dem Kunden die letztendlich benötigte Nutzenergie in Form von Wärme, Dampf, Kälte, Strom, Druckluft oder Licht in definierter Menge und Qualität. Die Vergütung erfolgt auf Basis eines zumeist zweiteiligen Preissystems bestehend aus: Grundpreis [in €/a] und Arbeitspreis [in €/Einheit Nutzenergie]. Die Preise unterliegen fest vereinbarten Preisgleitklauseln, um Änderungen der Brennstoffpreise und Lohn- und Materialkosten an den Kunden weitergeben zu können. Energieliefer-Contracting eignet sich für bestehende Gebäude und Neubauten.
  2. Finanzierungs-Contracting
    → Finanzierungs-Contracting bzw. Anlagenbau-Leasing ist in der Regel weniger verbreitet und belässt im Unterschied zu anderen Contracting-Modellen den Anlagenbetrieb beim Contractingnehmer. Das Dienstleistungspaket beinhaltet im Wesentlichen die Leistungen Planung, Finanzierung und Bau zumeist gut abgrenzbarer Anlagentechniken, wie z.B. Beleuchtungs- oder Wärmerückgewinnungsanlagen. Die Höhe der üblicherweise festen Entgelte an den Contractor hängt – wie beim Leasing – von der Vertragslaufzeit und der Höhe der Investitionen ab.
  3. Betriebsführungs-Contracting
    → Beim Technischen Anlagenmanagement (Betriebsführungs-Contracting) – bildet der optimierte Betrieb bestehender oder neuer energietechnischer Anlagen den Schwerpunkt der Dienstleistung. Während bei marktüblichen Wartungs- und Serviceverträgen der Anlagenbetrieb in der Verantwortung des Kunden bleibt, übernimmt bei diesem Modell der Contractor die Betriebsführung. Die Form der Leistungsvergütung an den Contractor ähnelt üblicherweise dem Vergütungsmodell des Energieliefer-Contractings, jedoch mit deutlich geringeren Grundpreisen. Vertragslaufzeiten können mit ein bis zwei Jahren sehr kurz, selten längerfristig sein. Nicht selten geht eine Vereinbarung über Technisches Anlagenmanagement bei Notwendigkeit einer umfangreicheren Anlagenmodernisierung in ein Energieliefer-Contracting über.
  4. Energiespar-Contracting
    → Beim Energiespar-Contracting, auch als Performance-Contracting bekannt, verkauft der Contractor im Unterschied zum Energieliefer-Contracting keine effizient erzeugte Nutzenergie, sondern ein Energiesparkonzept mit verbindlicher Einspargarantie für die benötigten Endenergien wie Strom, Gas, Heizöl, Fernwärme oder Wasser bzw. Abwasser. Häufig findet bei dieser Variante eine gewerkeübergreifende Optimierung der vorhandenen Gebäudetechnik statt. Leitgedanke ist eine durch den Contractor garantierte Energiekostensenkung, die ausreicht, vorhandene und durch den Contractor vorfinanzierte Optimierungs- und Modernisierungsinvestitionen über die Vertragslaufzeit zu refinanzieren. Übliche Vertragslaufzeiten für dieses Modell betragen 6 bis 15 Jahre. Energiespar-Contracting eignet sich für größere Einzelgebäude oder Gebäudekomplexe mit mehr als 150.000 € Energiekosten pro Jahr. Kleineren Gebäuden (z. B. Schulen, Verwaltungsgebäuden) steht der Zugang zu diesem Modell durch eine Bündelung mit größeren Objekten zu einem Gebäudepool ebenfalls offen. In vermieteten Gebäuden mit vielen Nutzern ist Energiespar-Contracting nicht ohne weiteres umsetzbar. Die Vergütung des Contractors ist im Regelfall erfolgsabhängig oder erfolgt auf Grundlage nachgewiesener oder zumindest rechnerisch ermittelbarer Energieeinsparungen. Eine typische Entgeltregelung ist die Contractingrate [in €/a]. Hierbei handelt es sich um eine Berechnung aus erreichter Energieeinsparung, bewertet mit Referenzenergiepreisen und Referenzverbräuchen (sog. „Energiekosten-Baseline“) vor Umsetzung der Contracting-Maßnahmen. Einspargarantien in Höhe von 20 bis 25 % der bisherigen Energiekosten können als durchschnittlich angesehen werden. Wird die Einsparquote am Jahresende nicht erreicht, geht der Minderbetrag zu finanziellen Lasten des Contractors. Wird das Einsparziel überschritten, teilen sich Kunde und Contractor den zusätzlichen Erfolg im Regelfall nach vereinbarten Verteilungsschlüsseln auf.

 

Qual der Wahl? Die EnergieAgentur.NRW hilft bei der Auswahl des richtigen Contractors

Seit 1997 hat die EnergieAgentur.NRW bereits hunderte von Contracting-Initialberatungen durchgeführt und bietet allen interessierten Kommunen und Unternehmen in NRW ihre Beratungsleistungen an – neutral und grundsätzlich unentgeltlich:

  • die EnergieAgentur.NRW informiert über die Möglichkeiten und Grenzen der am Markt etablierten Contracting-Varianten.
  • sie zeigt neutral und unentgeltlich die den jeweiligen individuellen Anforderungen und Bedürfnissen des Kunden entsprechenden Lösungswege auf.
  • aus dem Erfahrungspool zahlreicher umgesetzter Contracting-Projekte kann die EnergieAgentur.NRW auf Wunsch direkte Kontakte zwischen Kunden und Anbietern vermitteln.
  • die EnergieAgentur.NRW gibt öffentlichen Auftraggebern Hilfestellungen zu Fragen der Ausschreibung und Vergabe von Contracting-Vorhaben.

 

Kontakt

Zwei Mitarbeiter der EnergieAgentur.NRW stehen Unternehmen, öffentlichen Auftraggebern und sonstigen Interessierten als Ansprechpartner für den Themenbereich Contractingberatung Kommunen & Unternehmen zur Verfügung:

Dipl.-Ing. Christian Tögel           Dominic Hornung, B. Sc. Wirt.-Ing.
Telefon: 0202 / 24552 – 34         Telefon: 0202 / 24552 – 39
toegel@energieagentur.nrw      hornung@energieagentur.nrw