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bettervest zu Gast in der „City of Sustainability“

Diese Woche sind wir auf Einladung der GIZ auf der Jahrestagung der Asian Development Bank in Frankfurt. In Messehalle 5, der „City of Sustainability“, repräsentieren wir die deutsche Energiewende. Hier stellt bettervest Gründer Patrick unter anderem Bundesminister Dr. Gerd Müller vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (ebenfalls BMZ) sowie dem Präsidenten der Asian Development Bank Takehiko Nakao unser Geschäftsmodell und das aktuelle Solarcontainer-Projekt in Mali vor. 

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Wie Grünpflanzen mit Internetanschluss künftig für saubere Luft sorgen

 

Hallo Dénes,

bitte stell uns zunächst dein Startup in einem Tweet vor: 

„Der CityTree von Green City Solutions: Ein biotech-& IoT-Pflanzenfilter für saubere Luft & vernetzte Städte -275x effektiver als Stadtbäume!“

Logo Green City Solutions

 

Und jetzt noch ein paar Worte zu dir und deinen Mitgründern. Warum seid ihr die richtigen für die Umsetzung?

Gegründet wurde Green City Solutions von unserem Expertenteam aus der Architektur, dem Maschinenbau, der Informatik und dem Gartenbau bzw. der Biologie: Victor Splittgerber, Zhengliang Wu, Peter Sänger und mir, Dénes Honus. Uns verband schon vor der Gründung unseres Biotech und IoT Start-ups eine lange Freundschaft, die nunmehr als 15 Jahre andauert. Die Idee vom späteren „CityTree“ entstand im Sommer auf gemeinsamen Reisen in Asien und Südeuropa. Die Verknüpfung von Biotechnologie, IoT, Maschinenbau und zukunftsweisender Stadtgestaltung ist so quasi bereits im Gründerteam und somit auch direkt im Produkt verankert und garantiert bis heute unsere Einzigartigkeit
am Markt.

Founders_in_front_of_CityTree-Prototype

        Das Gründerteam und der Prototyp des CityTrees

Unsere Idee überzeugte bereits bei diversen Wettbewerben und Veranstaltungen. Abgesehen von der Auszeichnung durch Climate-KIC waren wir innerhalb des wichtigsten europäischen Umweltpreises, dem GreenTec Award, mit zwei Kategorien in den Top10. Im Mai 2015 prämierte die Wettbewerbs-Jury von „Deutschland – Land der Ideen“ unsere „Multifunktionale Grünfläche für die intelligente Stadt“ zu einem der „100 Ausgezeichneten Orte 2015“ und im November zum Bundessieger der Kategorie Umwelt. Außerdem konnten wir u.a. den European Youth Award „Go Green“, die „Urban Futures Ideas Competition“ von Fraunhofer, den Titel „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ gewinnen und wurden innerhalb der „Innovation Grand Challenge“ unter mehr als 3.000 Bewerbern als eines der drei besten Internet-der-DingeUnternehmen der Welt ausgezeichnet. Darüber hinaus bestätigten uns auch die Teilnahmen am ersten Infiniti Accelerator von Nest, dem Blueprint Swire Accelerator und dem „Open Date Incubator for Europe“ (ODINE) in unserer Vision. Mir selbst wurde zu Beginn des Jahres die Ehre zu Teil, als Social Entrepreneur in die erste Forbes „30 Under 30 Europe“-Liste aufgenommen worden zu sein.

 

Was genau ist das soziale / ökologische Problem, das du lösen willst?

Weltweit atmen 90% der in Städte lebenden Menschen täglich verschmutzte Luft ein. Als Konsequenz ist bereits heute jeder siebte Todesfall auf die Folgen von Luftverschmutzung zurückzuführen. Deren Hauptbestandteile sind Stickoxide, Ozon und Feinstaub, von dem bereits 10 µg/m³ die Lebenserwartung um ein halbes Jahr reduziert. Bei Überschreitungen der Grenzwerte drohen Städten erhebliche Strafen von der EU. Die tägliche Strafe setzt sich zusammen aus einem Grundsatz multipliziert mit der Schwere, der Dauer und der Anzahl der Verstöße. Zukünftig wird die zunehmende Urbanisierung dieses Problem weiter verschärfen. Denn schon heute wohnt ein großer Teil der Menschheit in Städten. In Deutschland sind es über 80% der Bevölkerung, 2050 wird das weltweit so sein.
Unsere Lösung für die genannten globalen Problemstellungen, der „CityTree“, ist ein umweltaktives und smartes Stadtmöbel für saubere und vernetzte Städte.

 

Und jetzt noch mal etwas genauer, wie funktioniert dein Konzept?

Green City Solutions‘ Lösungsansatz basiert auf einer patentgeschützten Verknüpfung aktuellster Internet-der-Dinge-Technologie (IoT) mit den natürlichen Fähigkeiten speziell ausgewählter Pflanzen, insbesondere Mooskulturen, Feinstaub, Stickoxide und CO2 aus der Luft zu filtern. Vertikal an einer freistehenden Wand angebracht und durch die IoT-Technologie optimal versorgt, kann ein CityTree den Feinstaub von bis zu 417 Pkw binden, verfügt somit über die Umweltleistung von 275 herkömmlich gepflanzten urbanen Bäumen – benötigt hierfür allerdings lediglich 5% der Kosten und 3m² Platz. Jeder der vertikalen Pflanzenfilter kann die lokale Luftverschmutzung in einem Umkreis von bis zu 50 Metern um bis zu 30% reduzieren. Der freistehende mobile Biofilter verbessert die Aufenthaltsqualität durch Luftbelastungs-, Lärm- und Hitzereduktion.

 

Anhand von welchen Zahlen lässt sich das Problem messen, bzw. wie wirst du messen, ob dein Ansatz erfolgreich dazu beiträgt das Problem zu lösen?

Die Effektivität unserer CityTrees lässt sich anhand deren Luftverbesserung und Umweltleistungen evaluieren. Innerhalb eines Tages kann der Pflanzenfilter zu einer NO2Reduzierung um bis zu 15%, einer Feinstaub-Reduzierung von bis zu 25% sowie einer direkten CO2-Aufnahme von bis zu 100 kg/Jahr beitragen. Mittels Verdunstungskühlung kann die Umgebungstemperatur um bis zu 17 Kelvin (entspricht 17 Grad Celsius) reduziert und örtlich auftretende Hitzeinseln vermindert werden. Im Rahmen der Regenwassernutzung schwächt unsere ökologisch-aktive Vertikalbegrünung Starkregenereignisse ab. In Summe sind diese Umwelt- und Klimaeffekte mit der direkten und indirekten Bindung von 240t CO2-Äquivalenten pro Jahr zu beziffern.
Die von uns eigens entwickelte IoT-Technologie erfasst darüber hinaus Daten zu den klimatischen Bedingungen, welche mit den Werten zur Luftqualität der Städte erweitert werden können. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, die Effektivität der CityTrees in verschiedenen Umgebungen zu überwachen und etwaige Korrelationen mit bereits existierenden Datensätzen von weiteren externen Faktoren zu identifizieren und zu analysieren. Diesbezüglich ermöglichen die Datensammlungen, Zusammenhänge zwischen auftretender Luftverschmutzung und extremen klimatischen Bedingungen bzw. Orten zu entdecken und zu untersuchen. In einem nächsten Schritt kann dann die Wirkung jedes Pflanzenfilters und alternativer Lösungsansätze auf dessen Umgebung in einer Web-Anwendung visualisiert werden.
Das vertikale Pflanzendisplay bildet gleichzeitig den ersten Baustein in unserer Vision einer Klimainfrastruktur: einer nachhaltigen Stadtinfrastruktur, die Klima- und Umweltschutz mit Zielen der Klimawandelanpassung verbindet.

 

Was genau ist das Geschäftsmodell, also wie verdienst du damit Geld?

Um die Profitabilität der Vertikalbegrünung zu gewährleisten, ist die Visualisierung von analogen und digitalen Informationen möglich. Analoge Informationen können diesbezüglich in Form von Schriftzügen, Logos und Bildern dargestellt werden. Das System ermöglicht darüber hinaus den Zugriff auf digitale Inhalte durch Implementierung von Technologien wie beispielsweise QRCode, iBeacon, NFC oder digitale Bildschirme. Dies ermöglicht es, die CityTrees für Out-of-Home-Werbung und Mobile-Commerce-Zwecke zu nutzen. Integrierte Sitzbänke und das Angebot von zusätzlichen Dienstleistungen wie z. B. Wi-Fi-Hotspot oder E-Bike-Ladestationen erweitern die Funktionalität der Biofilter.
Unser Geschäftsmodell basiert auf Direkt- und Resellervertrieb, Verkauf bzw. Vermietung oder Leasing. Außerdem fokussieren wir After-Sales-Services, z.B. saisonale Bepflanzungskonzepte, und stetige Einnahmen durch Wartungsverträge mit lokalen Subunternehmern. Unsere Kunden sind einerseits Unternehmen, welche eine nachhaltige Außenwerbung, Kampagnen- und/oder Mobile-Commerce-Lösung suchen und authentisch kommunizieren wollen. Andererseits adressieren wir Städte und Kommunen, die Luftreinhalte- und Klimawandelanpassungsmaßnahmen tätigen (müssen).

 

Wo stehst du jetzt gerade mit der Umsetzung deiner Idee?

Seit der Firmengründung im März 2014 konnten wir unsere smarten Biofilter in zahlreichen europäischen Städten präsentieren: Feste Installationen befinden sich derzeit in Oslo (Norwegen), sowie in Städten in Sachsen, z.B. Dresden. Darüber hinaus werden die ersten Einheiten in Asien bereits diesen Sommer in Hong Kong implementiert und weitere CityTrees sollen bis Ende des Jahres sowohl in Deutschland, als auch in Europa und Asien folgen.
Dank der freistehenden mobilen Konstruktion war der intelligente Filter außerdem zu mehreren temporären Installationen in München, Berlin, Hannover, Halle, Jena und Dresden im Einsatz

 

Was sind die nächsten Schritte?

In den nächsten Jahren wollen wir weiter wachsen, auch international, und an unserem Produkt arbeiten. Für dieses Ziel sind Forschungskooperationen mit renommierten Instituten angestoßen und Weiterentwicklungen in Planung. Zu Letztgenanntem zählen insbesondere „schlankere“ Varianten des CityTrees ohne Bank für eine Integration in schmale Straßenschluchten.
Im Jahr 2020 wollen wir die erste Megacity flächendeckend mit unserer grünen Infrastruktur ausgestattet haben. Für dieses Ziel befinden wir uns derzeit in Gesprächen mit zahlreichen Städten im In- und Ausland.

 

Welche Herausforderung, die du noch zu meistern hast, ist die größte?

Unserer Ansicht nach konnten wir die größten Herausforderungen bereits bewältigen. Besonders in der Start-Phase galt es, einige davon zu meistern: So begannen wir ohne bestehende relevante (Industrie-)Kontakte oder externe Finanzmittel. In diesem Zusammenhang erfolgten auch die Konstruktion, die Planung und der Aufbau des ersten Prototyps auf der HannoverMesse aus eigenen Mitteln und ohne externe Unterstützung. Die Finanzierungsabfolge gestaltete sich ohne Venture Capital. Zunächst erfolgte eine Bootstrapping-Phase der Gründer und die Finanzierung mittels gewonnener Preisgelder, auf Basis staatlicher Gründerstipendien und Accelerator Programmen sowie mit einem Bankkredit, bevor die ersten Gewinne aus Verkäufen erzielt werden konnten.
Zu nennen sind an dieser Stelle ebenfalls die „Herausforderungen“, welche in Zusammenhang mit unserem – physischen – Produkt existieren. So ist unsere Entwicklung keine App, sondern ein 4 Meter hohes, 3 Meter breites und 4500 kg schweres Konstrukt. Sowohl die (Prototypen-) Präsentation als auch die (Produkt-) Erstellung und der Transport gestalten sich daher weitaus komplexer. Darüber hinaus ist es vonnöten, stets den Wechsel zwischen der „Business-Welt“ im Büro, bei Präsentationen und Veranstaltungen und der körperlichen Arbeit in der Werkstatt, bspw. im Rahmen des Prototypen-Baus, zu beherrschen.
Angesichts der gemeisterten Schwierigkeiten blicken wir derzeit äußerst optimistisch in die Zukunft.

 

Stelle der bettervest-Crowd eine Frage oder äußere eine Bitte, wie dir unsere nachhaltig engagierten bettervestoren behilflich sein können.

Ihr habt jetzt so einiges zu unserem CityTree, dem smarten Biofilter, erfahren. Unsere Frage an euch lautet: Wie würdet ihr die High-tech-Installation betiteln?

a) Seid ihr für einen Fachbegriff á la „Stadtmöbel“ oder eher „Infrastrukturelement“?
b) Entscheidet ihr euch für eine assoziative Bezeichnung, wie bspw. „Grüne Litfaßsäule“,
„grüne Infrastruktur“ oder Sonstiges?

Wir freuen uns über eure Vorschläge!

 

Unsere neue Unterstützung im Bereich Office-Management

Hey liebe bettervest – Community!

Mein Name ist Saskia und ich werde die nächsten 2 Wochen, in Form eines Praktikums, einen mit Sicherheit spannenden Einblick in die Materie von bettervest erhalten.Zur Zeit bin ich Teilnehmerin der JOBLINGE gAG und suche einen Ausbildungsplatz als Kauffrau für Büromanagement. Auf diesem Wege habe ich auch von bettervest erfahren und war sofort begeistert von dem Konzept.

Energieeffizienz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind Aspekte die uns alle angehen, und jeder sollte sich daran beteiligen können. Und genau das ermöglicht bettervest! Auf eine Art und Weise von der alle profitieren. Die Projektinhaber, die Investoren und letztendlich auch die Umwelt, was uns allen zugute kommt. Zusätzlich begeistert hat mich das junge, dynamische Team und die Tatsache das ich als Praktikantin oder (hoffentlich bald) Auszubildende, in allen Bereichen mitwirken kann und werde.

Ich freue mich darauf einiges zu lernen und einen Blick hinter die Fassade werfen zu können. Um das Team tatkräftig zu unterstützen werde ich mein Bestes geben!

Liebe Grüße an die Community!

Saskia

 

YEAH!

YEAH!

Bundesverband Crowdfunding e.V. gestartet

– bettervest gehört zu den Gründungsmitgliedern –

Die führenden deutschen Crowdfunding-Plattformen haben sich zum Bundesverband Crowdfunding e.V. (BVCF) mit Sitz in Berlin zusammengeschlossen. Der Verband wurde im März offiziell eingetragen und nimmt ab sofort seine Arbeit als zentrale Interessenvertretung und Netzwerk der Crowdfunding-Branche in Deutschland auf.

Die Kernziele des Verbandes sind die Stärkung des Verbraucherschutzes, die Entwicklung übergreifender Qualitätsstandards sowie der Ausbau der internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Plattformen. Dazu werden Positionspapiere erarbeitet, thematische Arbeitskreise gebildet und die wissenschaftliche Erforschung des Phänomens Crowdfunding vorangetrieben, um die sozio-ökonomisch Relevanz in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik zu verdeutlichen. bettervests Gründer Patrick Mijnals übernimmt dabei ab sofort die Leitung des Arbeitskreis Renewable Energy and Impact Crowdfunding und engagiert sich zudem für die Weiterentwicklung des Verhaltenskodex, der die professionellen und ethischen Standards der Mitglieder festgelegt.

Neben den Plattformen Aescuvest, bettervest, Brickgate, Companisto, Conda, Deutsche Bildung, Exporo, Flmstr, FunderNation, GeldzuGrün, Giromatch, Greenvesting, Immofunding, Investofolio, LeihDeinerUmweltGeld, Lightfin und Zinsland gehören auch assoziierte Mitglieder wie Anwaltskanzleien und Zahlungsdienstleister zu den insgesamt 22 Gründungsmitgliedern, die sich diesem Verhaltenskodex unterwerfen.

binee gibt Elektroaltgeräten ein zweites Leben

Hallo Martin,

du bist Gründer von www.binee.com. Bitte stell uns dein Startup erst einmal in einem Tweet vor.

 

Und jetzt noch ein paar Worte zu dir und deinen Mitgründern. Warum seid ihr die richtigen für die  Umsetzung?
Ideen gibt es viele, und bei der School of Design Thinking habe ich gelernt, viele Ideen zu kreieren und wieder zu verwerfen. binee wurde in einem ähnlichen Brainstorming-Kontext bei der Global Entrepreneurship Summer School in München entwickelt. Schon da habe ich gefragt: wollen wir das als spaßiges Zweiwochen-Projekt bei der Sommerschule sehen, oder wollen wir mal probieren wie weit wir kommen können? Die Umsetzung ist wirklich viel härter und verlangt Ausdauer und Resilienz. Das Team, das sich inzwischen gebildet hat, hat dieses Durchhaltevermögen wirklich bewiesen, und ist so positiv eingestellt, dass wir auch durch harte Phasen durchkommen. Von der Aufstellung her sind wir schon sehr gut aufgestellt. Die Mischung aus Ingenieurwesen für Tüftelei & Nerdiness, Design für eine durchgängige Formensprache und gute User Experience, Wirtschaftsingenieurwesen für Projektentwicklung, alles vereint mit verlässlichen Charakteren, birgt für alles eine Lösung.

Team binee

 

Was genau ist das soziale / ökologische Problem, das du lösen willst?

Müll ist das größte und komplexeste Problem unserer Zeit. Es braucht viele Ansätze, um diese Herausforderung zu bewältigen. Das Konzept Müll ist aber nicht sehr natürlich, und wir arbeiten mit der Grundhaltung, den Ort besser zu verlassen als wir ihn vorfinden; mit der Vision, dass unsere Enkel von Müll nur noch im Geschichtsunterricht lernen. Aber das klappt nicht gleich mit dem gesamten Müll – wir fangen zunächst mit Elektrogeräten an. Denn diese finden nur zu einem Bruchteil den Weg in die angemessenen Recyclingprozesse. Obwohl es ausreichend Kapazitäten gibt bei den lizenzierten Recyclern.

 

Und jetzt noch mal etwas genauer, wie funktioniert dein Konzept?

Der entscheidende Punkt ist die Sammlung der Elektrogeräte. Wenn diese in informelle Wege kommen, enden sie schlussendlich bei informellen Recyclingprozessen. Oder anschaulicher: sie werden von Menschen ohne Schutz auf offenen Feuern angebrannt, bis die Kupferkabel entfernt werden können. Wir sammeln Elektrogeräte in Elektromärkten und verifizieren über Sensorik in unserer Tonne, ob das richtige eingeworfen wurde. Da viele der von uns interviewten Menschen dem System misstrauen, bringen wir Transparenz in den Weg der Geräte und geben für den Aufwand des Nutzers gemeinsam mit dem Elektromarkt eine Belohnung aus.

 

Anhand von welchen Zahlen lässt sich das Problem messen, bzw. wie wirst du messen, ob dein Ansatz erfolgreich dazu beiträgt das Problem zu lösen?

Bekannt ist, dass etwa 15 % der Elektroaltgeräte auch in ordnungsgemäßen Recyclingprozessen verarbeitet werden. Der Rest wird exportiert oder als Müll verbrannt oder deponiert.

Wir beginnen mit etwas generischen Zahlen zur Wirkungsmessung, denn derzeit ist die Datenlage unübersichtlich – was ist enthalten im Gerät, was kann auch wirtschaftlich extrahiert und wiederverwendet werden? Langfristig hoffe ich dass wir recht genau unseren Impact messen können in den Bereichen CO2-Emissionen, Schadstoffemissionen, Energieeinsparung, Wassereinsparung. Komplizierter wird es beim Messen der vermiedenen Mülldeponieeinträge, der vermiedenen Landnutzung für Rohstoffminen und der vermiedenen Gewinnung von Konfliktmaterialien. Da suchen wir noch ein schlüssiges Modell. Denn wir fühlen uns impact-getrieben und würden gern auch die Daten unseren Nutzern zugänglich machen.

 

Was genau ist das Geschäftsmodell, also wie verdienst du damit Geld?
Die Elektromärkte suchen derzeit nach Möglichkeiten, neue gesetzliche Vorgaben zu Sammelquoten zu erfüllen. Dabei helfen wir ihnen und nehmen dafür eine Service-Gebühr. Wir wollen uns nicht auf ein sehr volatiles Einkommen aus Wertstoffen verlassen, um das richtige Recycling zu ermöglichen und die Entscheidungen nicht primär nach dem Preisaspekt zu treffen.

binee auf der CeBit

 

Wo stehst du jetzt gerade mit der Umsetzung deiner Idee?

Die binee hat inzwischen drei Prototypen durchlaufen und hat auf der CeBIT positive Rückmeldungen bekommen. Jetzt sind wir bereit für ein Pilotprojekt in einem Elektromarkt.

 

Welche Herausforderung, die du noch zu meistern hast, ist die größte?

Der erste Kunde ist immer der schwerste. Sobald wir einmal gezeigt haben, dass unsere Idee gut funktioniert und alle Fragen beantworten können, wird binee zur Referenz in der Elektrogerätesammlung werden. Aber den einen Partner, der sich als Pionier hervortut, den müssen wir nun finden.

 

Stelle der bettervest-Crowd eine Frage oder äußere eine Bitte, wie dir unsere nachhaltig engagierten bettervestoren behilflich sein können.

Reward-basiertes Crowdfunding passt für uns nicht so recht, für Crowdinvesting ist es noch recht früh. Unsere Idee dazu wäre, dass Crowdinvestoren speziell in Tonnen z.B. in ihrer Stadt investieren können. Was haltet ihr davon?

binee Konzept

Bis wir so weit sind, würden wir gern MaterialCrowdfunding ausprobieren – wir fragen also nicht nach Geld, sondern würden uns über Elektrogeräte freuen, mit denen wir lernen können! Unter www.binee.com/make-e-waste-great-again finden sich mehr Infos.

Danke für eure Aufmerksamkeit!